Vortrag + Konzert
»Vor dem Gesetz«
 
25.Juli 2021 | 19.00 Uhr
Aula der Pädagogischen Hochschule Weingarten
 
Franz Kafkas »Türhüterparabel« aus dem Roman Der Prozess  handelt vom vergeblichen Bemühen eines »Mannes vom Lande«, Einlass in das »Gesetz« zu erlangen. Voller unauflösbarer Widersprüche, entzieht sich der Text einer eindeutigen Lesart. Kafka enthält dem Leser dadurch jede Möglichkeit des Verständnisses vor und erzwingt die unausgesetzte Infragestellung seiner Interpretationsversuche.

Franz Kafka

Begrenzte Teilnehmerzahl!

Noch 16 Karten erhältlich

Vortrag
»Vor dem Gesetz« – »Hinter der Sprache«: Kafka als Artist der Zwischenwelt
Jürgen Wertheimer, Tübingen
 
Der renommierte Literaturwissenschaftler und Essayist Jürgen Wertheimer (Tübingen) spürt der Bedeutung von Kafkas Texten für uns Heutige nach. Sein Vortrag ist Teil des künftig interdisziplinär angelegten Neue Musik-Festivals.

Prof. Jürgen Wertheimer ©Jörg Jäger

Martin Smolka: »Vor dem Gesetz« für sprechende Musiker mit Zusatzinstrumenten | Ensemble Ascolta © Claus Langer

Martin Smolka

Konzert
Martin Smolka: »Vor dem Gesetz« für sprechende Musiker mit Zusatzinstrumenten

Ensemble Ascolta

Obwohl Franz Kafka kein besonderes Interesse an Musik zeigte, besitzt seine Sprache überaus musikalische Qualitäten. Genau dort setzt Martin Smolka in seinem einstündigen Instrumentaltheater an, in dessen Zentrum Kafkas »Türhüter-Parabel« steht. Regisseur Jiři Adámek ergänzte die Erzählung aus dem Romanfragment »Der Prozess« mit Briefen und weiteren Texten von Kafka und Albert Camus, verdichtete sie zum Libretto und erarbeitete gemeinsam mit den sieben Musikern des Ensemble Ascolta die Szene. Diese eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen Komponist, Regisseur, den Musikern als Akteuren und der Lichtkünstlerin Ivana Kanhauser führt dazu, dass sich die musiktheatralischen Ebenen Text, Musik und Szene zu einem unauflösbaren Ganzen verweben. »Vor dem Gesetz« verzichtet auf weitere SprecherInnen und SchauspielerInnen; die sieben Musiker von Ascolta kommen mit ihren spezifischen Fähigkeiten zu Einsatz.

 

Das Publikum darf sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen, der mit Elementen des Absurden Theaters spielt, mit Humor, virtuosem Sprachwitz, aber auch mit Melancholie und Poesie. 


Nach der Uraufführung bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik ist das mit Unterstützung der Bundeskulturstiftung und der Siemens Musikstiftung entstandene Werk nun in Weingarten zu erleben.

Vortrag + Konzert: 24 EUR (Mitglieder: 20 EUR)

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